In der vollbesetzten E-Aula des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums stellten sich am 21.1.26 acht junge Rhetoriktalente beim Schulfinale von „Jugend debattiert“ der Jury. Die Themen waren in diesem Jahr sehr spannend und aktuell und verlangten von den Jugendlichen gute Vorbereitung und politisches Hintergrundwissen. „Soll an hessischen Schulen das Fach Demokratiebildung eingeführt werden?“ lautete das Thema der Sek.1, während die Oberstufenschülerinnen und -schüler sich zu der Frage positionieren mussten, ob in Deutschland die Kernenergie wieder eingeführt werden sollte.
Jugend debattiert“ ist ein bundesweit ausgetragener Schulwettbewerb, der die Förderung der politischen Bildung, der Debattenkultur und der deutschen Sprache zum Ziel hat. Von einem Pilotprojekt der Gemeinnützigen Hertiestiftung, das noch vor zehn Jahren mit einigen hundert Teilnehmern auf den Frankfurter Raum beschränkt war, ist „Jugend debattiert“ mit 90000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern mittlerweile zum drittgrößten Schülerwettbewerb in Deutschland angewachsen. Er erreicht damit mehr Jugendliche als etwa „Jugend forscht“ oder „Jugend musiziert“.
Was ist das Ziel von „Jugend debattiert“?
Man lernt im Unterricht oft viel zu wenig, wie man sich im freien Reden übt. Der Wettbewerb richtet sich an zwei Altersgruppen (Klassen 8-10, Klassen 11-13) und wird auf vier Ebenen bestritten: Klasse, Regionalverbund, Land und Bund.
„Jugend debattiert“ hat feste Regeln: Je vier Schüler bestreiten eine 24‑Minuten‑Debatte. Zwei vertreten die Pro ‑, zwei die Kontra ‑ Seite. Jeder hat zu Beginn zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Argumente darlegen kann. Anschließend folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Teilnehmer noch einmal eine Minute zur Verfügung. Anschließend werden Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft der vier Redner von der Jury bewertet.
Vier Stiftungen sichern mit jährlich 5,8 Mio. € den Fortbestand, die Ausweitung und die Qualität des Projekts - insbesondere durch intensive Fortbildungsmaßnahmen für beteiligte Lehrerinnen und Lehrer.
Seit sieben Jahren arbeiten am LLG die Kollegen Linke, Bernhardt und Weckemann an dem Projekt mit. Dieser Kreis wurde vor drei Jahren erweitert um die Kollegen Schleif, Dr. Botor und Bruckhuisen , begleitet von einer hausinternen Fortbildung und einem Aufbauseminar durch die Hertiestiftung. Seit diesem Jahr gehört auch die Kollegin Leiter dem „Jugend – debattiert“ – Team unserer Schule an.
Ein paar Auszüge aus unseren Erfolgen im Wettbewerb:
Jakobine Raedel (Klasse 9a) hat beim Regionalentscheid „Jugend debattiert“ einen hervorragenden 2. Platz erreicht und sich somit für das nordhessische Finale qualifiziert. Darüber freut sich auch ihr Deutschlehrer Dr. Michael Botor.
In diesem Jahr hatten wir ein breit aufgestelltes Schulfinale zum Wettbewerb „Jugend debattiert“. 24 Schülerinnen und Schüler hatten sich in sechs Qualifikationsdebatten der Wertung der Juroren gestellt und interessante Themen debattiert wie: „Sollen Schönheitswettbewerbe und Modelcastingshows in Deutschland verboten werden?“ Oder auch: „Soll an Kinder und Jugendliche gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel verboten werden?“ Nach den bereits sehr hochklassig geführten Qualifikationsdebatten sahen die Juroren für die Sekundarstufe I Jakob Grage, Ben Döhring, Niklas Lenz und Fabian Gutsch eine Runde weiter.
Am 30.1.2020 fand das Schulfinale am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium statt. Sieger in der Sekundarstufe I wurde Josefine Klein aus der 10a. In der Sekundarstufe 2 siegte Amelie Gelzenleuchter aus der Klasse 11b. Beide vertreten dass LLG am 20. Februar in der Schulverbund-Qualifikation.


Wir gratulieren den Siegerrinnen und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr herzlich.
